Facebook hat sein Bewertungssystem 2018 grundlegend umgebaut: Aus Sterne-Bewertungen wurden Empfehlungen — die simple Frage „Empfiehlst du dieses Unternehmen?" mit Ja oder Nein. Dieser Ratgeber erklärt, wie das heutige System funktioniert, wie man eine Bewertung verfasst, und ordnet ehrlich ein, welchen Stellenwert Facebook-Empfehlungen neben Google und Trustpilot noch haben.
Was sind Facebook Bewertungen heute?
Auf Unternehmensseiten mit aktiviertem Bewertungs-Tab können Nutzer eine Empfehlung aussprechen oder abraten, dazu einen Text, Fotos und Tags. Aus dem Verhältnis von Ja- zu Nein-Stimmen und den alten Sterne-Bewertungen berechnet Facebook eine Gesamtnote zwischen 1 und 5. Sichtbar ist sie vor allem für Menschen, die deine Seite ohnehin schon besuchen — und für deren Freunde, denen Facebook Empfehlungen aus dem eigenen Netzwerk anzeigt. Das ist die eigentliche Stärke des Systems: Eine Empfehlung von jemandem, den man kennt, wiegt schwerer als jede anonyme Sternewertung.
Wie verfasse ich eine Facebook-Bewertung?
- Öffne die Unternehmensseite in der Facebook-App oder im Browser und wähle den Tab „Bewertungen" bzw. „Empfehlungen".
- Beantworte die Frage „Empfiehlst du [Unternehmen]?" mit Ja oder Nein.
- Schreib eine kurze Begründung — konkrete Details (Anlass, Erlebnis, Service) machen die Empfehlung für andere lesbar und glaubwürdig. Fotos sind optional.
- Wähle die Sichtbarkeit (öffentlich oder nur Freunde) und veröffentliche. Öffentliche Empfehlungen zählen für die Gesamtnote der Seite.
Findest du den Tab nicht, hat die Seite Bewertungen deaktiviert — das können Betreiber in den Seiteneinstellungen jederzeit umschalten.
Was tun bei unfairen oder falschen Empfehlungen?
Anders als einzelne Kommentare kannst du Empfehlungen nicht löschen. Drei Wege bleiben: Du kannst eine Empfehlung melden, wenn sie gegen die Gemeinschaftsstandards verstößt oder keinen echten Kundenkontakt widerspiegelt; du kannst öffentlich und sachlich antworten, was für Mitlesende oft mehr zählt als die Kritik selbst; und du kannst den Bewertungs-Tab notfalls ganz deaktivieren — womit allerdings auch alle positiven Empfehlungen unsichtbar werden. Ein ausgewogenes, aktives Profil ist die robustere Antwort.
Wie wichtig sind Facebook-Empfehlungen im Vergleich zu Google?
Ehrlich eingeordnet: Facebook-Empfehlungen wirken im eigenen Netzwerk, aber sie entscheiden nicht, ob dich Fremde finden. Die lokale Suche läuft über Google — dort fließen Bewertungen in die offizielle „Prominenz" der lokalen Platzierung ein und bestimmen mit, wer im Local Pack neben der Karte erscheint. Für Online-Shops übernimmt Trustpilot diese Vertrauensrolle direkt im Suchergebnis. Wer begrenzte Zeit hat, baut zuerst dort auf: mit echten Gästen und verifizierten Nachweisen auf dem Google-Profil, oder mit Bewertungen aus echten Bestellungen auf Trustpilot. Facebook bleibt das gepflegte Schaufenster für die eigene Community.
Ehrliche Bewertungen — Inhalt und Sterne bestimmen die Tester. Nichts auf dieser Seite verspricht eine Bewertung oder ein Ranking.